Monolithisches „Haus am Hang“ aus Leichtbeton nach EnEV
Glass fiber reeinforced concrete (GFRC)
Reduzierte Dichte und hohe Stabilität in Glasfaserbeton dank Poraver®
10. Juni 2020


Monolithisches Wohnhaus aus Leichtbeton der Festigkeitsklasse LC12/13


Ein äußerst bemerkenswertes Wohnobjekt wurde im baden-württembergischen Wiesloch realisiert. Das moderne Leichtbetonhaus verbindet Funktionalität mit einer meisterlichen Architektur. „Bei unseren Projekten wollen wir immer auch zeigen, wie mit Leichtbeton gebaut werden kann“ stellt Thomas Schweigert von der ausführenden bauwerk Bauunternehmung GmbH fest. Mit dem Wohnhaus in Wiesloch ist dies eindrucksvoll gelungen. Zum Einsatz kam eine spezielle Leichtbetonrezeptur der Festigkeitsklasse LC12/13, die von der Betotech Baustofflabor GmbH und der Dennert Poraver GmbH entwickelt und von der Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH & Co. KG produziert wurde.

Die Ausgangslage war nicht einfach. Ein L-förmiges Grundstück, zudem noch am Hang gelegen, forderte von Bauherren und Architekten ein außergewöhnliches Konzept des Wohnbaus. Das Resultat jedoch ist ein einzigartiges Gebäude mit klarer Architektursprache. Zwei massive Wände aus hydrophobierten Leichtbeton schieben sich scheinbar mühelos in den Hang und grenzen das Gebäude so zu den Nachbargrundstücken ab. So geschlossen sich das Haus von den Seiten gibt, so offen ist es nach vorne und hinten, wo weite Glasfronten die Übergänge vom Wohnraum innen zur Natur nach außen scheinbar auflösen. Das Gebäude liegt auf einem Hanggrundstück, weshalb es sich mit einer Höhe von 12 Metern über insgesamt vier Etagen erstreckt. Das Prinzip der klaren Formensprache und Struktur, wird auch im Inneren konsequent weiterverfolgt und sorgt für eine angenehme Wohnatmosphäre auf insgesamt 210 m². Die Funktionsräume sind vom großen und offen gehaltenen Wohnbereich abgetrennt. Die Schlafräume im Obergeschoss eröffnen den Blick in die Ferne.

Thomas Schweigert, ein ausgewiesener Spezialist und Fan von Leichtbeton, hat mit seinem Unternehmen bauwerk bereits mehrere Projekte mit sichtbar belassenen Betonflächen realisiert. „Wir können den Leichtbeton fast so perfekt in der Anmutung wie homogenen Sichtbeton ausführen“, sagt er und weist auf die besondere Verarbeitungsweise hin. In Verbindung mit Peri-Schalungen und der speziellen Art der Verdichtung, könne der Leichtbeton fast porenfrei ausgeführt werden.

Bei der Rezeptur setzt die Firma Betotech auf Poraver® Blähglas und Blähton. Trotz einem Größtkorn von 10 mm weist der Leichtbeton nur eine geringe Porigkeit auf. Der Leichtbeton enthält Poraver® Blähglas in den Kornfraktionen 0,5 - 1 mm und 1 - 2 mm. Das Poraver® wurde vorab exakt auf die Leichtbetonmischung abgewogen und in Big-Bags direkt auf die Baustelle geliefert. Dort erfolgte die Zugabe in den Fahrmischer.

Das geschlossenzellige Poraver® Blähglas sorgt für eine verbesserte niedrige Wärmeleitfähigkeit, so dass beim Bauprojekt in Wiesloch die Leichtbetonwände mit einer Stärke von 45 cm ohne zusätzliche Dämmung auskommen. Zudem war für den in Stahlbeton ausgeführten Bau eine Zustimmung im Einzelfall nicht notwendig, obwohl in Baden-Württemberg hohe Anforderungen an Erdbebensicherheit gestellt werden.

Das „Haus am Hang“ in Wiesloch ist eine herausragende Immobilie und wegweisend in Bezug auf die technische Weiterentwicklung des modernen Bauens mit Leichtbeton. Es lässt die zahlreichen Möglichkeiten erahnen, die bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Ihr Kontakt zu uns:

Wenn Sie Fragen zu Poraver® Blähglas in Leichtbetonrezepturen haben, kontaktieren Sie uns bitte telefonisch unter 09552-92977-0, per E-Mail an [email protected] oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Unsere Experten von Vertrieb und Anwendungstechnik beraten Sie auf Anfrage gerne und unterstützen Sie mit weiteren Informationen und eigens entwickelten Richtrezepturen.

Weitere Informationen:

context.heidelbergcement.com/haus-am-hang

www.bauwerk-bau.de

www.betotech.de